Inhalte eines Businessplans

 

Der Businessplan Ihres Unternehmens soll die Saarländische Wagnisfinanzierungsgesellschaft mbH (SWG) in der Entscheidungsfindung unterstützen. Selbstverständlich wird bei der Bearbeitung Ihres Businessplans absolute Vertraulichkeit garantiert.

Bitte beachten Sie, dass ein Businessplan lebt und sich verändert. Ebenso können im Rahmen der Prüfung Ihres Businessplanes von uns weitere Informationen oder Unterlagen angefordert werden.

Die folgende beispielhafte Gliederung gibt Ihnen eine Orientierung, welche wesentlichen Punkte Ihr Businessplan enthalten sollte:

1. Executive Summary / Zusammenfassung
    Beschreibung des Geschäfts
    Ziele des Unternehmens und Umsetzungsstrategie
    die wichtigsten Unternehmensdaten
2. Das Unternehmen
    Unternehmensprofil
    Unternehmensziele
    Gesellschafterstruktur
3. Management-Team und Personal
    Management-Team (Kurzvita)
    Know-how und Organisationsstruktur
4. Produkte und Dienstleistungen
    Innovation, Herstellung, Anwendung und Kundennutzen
    Kosten- und Preisstruktur
    Alleinstellungsmerkmale
    technisches Entwicklungsstadium, Entwicklungsplan
    Patente / Lizenzen
5. Der Markt
    Entwicklung Branche / Gesamtmarkt (in Menge und Euro)
    relevante Marktsegmente / Zielkundengruppen
    Wettbewerber / Wettbewerbsvorteile
6. Absatz / Vertrieb (Marketing)
    Vertriebsorganisation
    Schritte zur Markteinführung / -penetration
    Absatzkonzept, Kundenbeispiele
    Strategische Partnerschaften
7. Planung der nächsten 3-5 Geschäftsjahre
    Personalplanung
    Investitionsplanung
    Liquiditätsplanung, Planbilanzen
    Umsatz- /Rohertrags- / Ergebnisplanung
    Vergangenheitsdaten (Bilanzen, GuV, Cash-flow)
8. Chancen und Risiken
    Stärken und Schwächen Ihres Unternehmens
    Chancen und Risiken Ihres Unternehmens
9. Finanzbedarf / Beteiligung
    Angefragtes Beteiligungsvolumen
    geplante Verwendung des Beteiligungskapitals

10. Anhang





1. Executive Summary / Zusammenfassung

In dieser Zusammenfassung beschreiben Sie die wichtigsten Aspekte Ihres Geschäftsvorhabens: Produkt- / Dienstleistungsidee, Kundennutzen, relevante Märkte, Kompetenz des Managements, Unternehmensziele, Investitionsbedarf und mögliche Rendite.

Wichtig:
Schreiben Sie das Summary zum Schluss, denn erst wenn Sie alle Bausteine durchdacht haben, können Sie Idee und Ziele präzise formulieren. Oft beurteilen Kapitalgeber bereits anhand dieser Zusammenfassung, ob eine Unternehmensidee genügend Erfolgspotenzial besitzt. Deshalb muss die Zusammenfassung in maximal Zehn Minuten gelesen und verstanden werden können.

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 2 Seiten

2. Das Unternehmen

Hier geht es um die Entwicklungsgeschichte Ihres Unternehmens sowie die konkreten Ziele, die Sie verfolgen. Schildern Sie vor allem die künftige Positionierung Ihres Unternehmens: Was möchten Sie erreichen und welche Mittel wollen Sie dafür einsetzen?

Unternehmensprofil
Skizzieren Sie die Unternehmensgeschichte, die Felder der Geschäftstätigkeit sowie die Produkt- und Marktbereiche. Wann wurde das Unternehmen gegründet, von wem und welche Überlegungen waren für die Gründung maßgeblich? Welche Rechtsform hat das Unternehmen? Bestehen Tochtergesellschaften?

Unternehmensziele
Welche langfristigen Ziele hat sich Ihr Unternehmen gesetzt? Was sind die Haupterfolgsfaktoren? Mit welcher Strategie wollen Sie die Ziele erreichen? Mit welchen operativen Maßnahmen und Konzepten wollen Sie die Strategie durchsetzen? Welches sind die dafür wichtigen Meilensteine? Was sind Ihre ersten oder nächsten Schritte?

Gesellschafterstruktur
Welche Gesellschafterstruktur besteht in Ihrem Unternehmen, bzw. mit welcher Gesellschafterstruktur beabsichtigen Sie das Unternehmen fortzuführen? Was sind die mittel- und langfristigen Ziele der einzelnen Gesellschafter?

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 1-2 Seiten

3. Management-Team und Personal

Das Erfolgspotenzial des Management-Teams und der Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ist ein wichtiger Faktor für die Entwicklung eines Unternehmens. Denn nur wenn Know-how und Fähigkeiten optimal aufeinander abgestimmt sind, kann eine gute Idee auch erfolgreich umgesetzt werden.

Know-how und Organisationsstruktur
Wie sieht der berufliche Werdegang des Management-Teams aus, welches Know-how ist vorhanden? Welche beruflichen Erfolge wurden erzielt? Wie sieht die Organisationsstruktur Ihres Unternehmens aus, wer soll welche Bereiche leiten (Organigramm)? Besteht Bedarf, Ihr Management in einzelnen Positionen zu verstärken? Gibt es noch unbesetzte Positionen im Management-Team und wie sollen diese besetzt werden? Zu welchen Zielgruppen Ihres Unternehmens bestehen langjährige Geschäftsbeziehungen durch das Management? Wie ist die Vergütung des Managements geregelt (Tantiemen, Beteiligungsmodell etc.)? Gibt es einen Beirat / Aufsichtsrat und wenn ja, wie ist dieser zusammengesetzt?

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 2 Seiten


4. Produkte und Dienstleistungen

Hier geht es darum, auf welcher Innovation Ihre Geschäftsidee basiert und welchen Nutzen Ihre Kunden davon haben. Wichtig ist vor allem, wie Sie sich mit Ihrem Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb abgrenzen. Auch der Entwicklungsstand Ihres Produktes / Ihrer Idee ist von Bedeutung – sowie evtl. vorhandene Patente / Lizenzen.

Innovation und Kundennutzen
Beschreiben Sie die Funktion, die Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung für Ihre Kunden erfüllt. Schildern Sie den aktuellen Stand der Technik und zeigen Sie auf, worin die technische Innovation Ihres Produktes besteht. Welche Produkt- und Wettbewerbsvorteile bezüglich Kosten und / oder Kundennutzen ergeben sich dadurch? Wie grenzen Sie Ihr Produktangebot durch spezielle Service- und Wartungsleistungen gegenüber Mitbewerbern ab? Welche Produktversionen für welche Anwendungssegmente / Zielkunden existieren? Welche Produkt- oder Funktionsgarantien werden gegeben (z.B. Standzeiten, Produktionsgeschwindigkeit oder Antwortzeiten)? Haben Sie recherchierte Kundenanforderungen in die Produktentwicklung einfließen lassen?

Entwicklungsstand
In welchem Stadium der Entwicklung befindet sich Ihr Produkt (Konzept, Prototyp, Marktreife)? Welche weiteren Entwicklungsschritte planen Sie? Welche wichtigen Meilensteine sind für diese Entwicklung zu erreichen und welchen Zeit-, Ressourcen- und Kostenplan haben Sie dafür vorgesehen? Welche Entwicklungsteile werden von Dritten zugekauft? Planen Sie spezielle Forschungs- und Entwicklungskooperationen? Welche anderen Produkte / Dienstleistungen lassen sich von dem Basisprodukt ableiten?

Patente / Lizenzen und rechtliche Situation
Hat das Unternehmen Patente oder Lizenzrechte für das betreffende Produkt? Bestehen Patente oder Lizenzen bei Konkurrenzunternehmen? Muss Ihr Produkt gesetzliche Vorschriften, Normen oder Industriestandards erfüllen? Benötigen Sie Zulassungen / Genehmigungen dafür?

Herstellungsprozess
Schildern Sie – soweit relevant – den geplanten oder aktuellen Herstellungs- oder Entwicklungsprozess und die Kostenstruktur bzw. Kalkulation. Welche Fertigungskapazitäten sind vorhanden, welche Erweiterungsinvestitionen geplant? Welche Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind eingeführt oder geplant? Welche Teile / Dienstleistungen beziehen Sie von Lieferanten? Wie sieht Ihre Lieferantenstruktur aus? Ist ein Lageraufbau erforderlich? Wenn ja, wie soll dieser organisiert werden?

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 2-5 Seiten

5. Der Markt

Nur wenn das Marktpotenzial groß genug ist, kann Ihr Unternehmen eine hohe Wertstei-gerung erzielen. Recherchieren Sie deshalb so exakt wie möglich die relevanten Zahlen der Branche und des Marktes (aus der Fachliteratur, aus vorhandenen Marktstudien, in Branchenverzeichnissen, durch Nachfragen bei Behörden / Verbänden, durch eigene Recherchen im Internet). Sofern zu der für Sie relevanten Branche / dem Marktsegment keine umfassenden Zahlen verfügbar sind, verknüpfen Sie die recherchierten Einzelinformationen zu einer Annahme / Schätzung, die Sie entsprechend begründen.

Branche und Gesamtmarkt
Wie entwickelt sich die für Ihr Produkt / Ihre Dienstleistung relevante Branche insgesamt? Welche Rolle spielen dabei Technologien und Innovationen? Wie hoch ist der Gesamtumsatz und –absatz in dieser Industrie? Wie ist die Preisentwicklung? Gibt es ökonomische und/oder gesetzliche Einflussfaktoren? Wie findet der Wettbewerb generell in dieser Branche statt? Gibt es Eintrittsbarrieren für neue Unternehmen? Welche Renditen werden erzielt?

Relevante Marktsegmente / Zielkundengruppen
Welches Marktvolumen und Marktwachstum zeichnen das von Ihnen avisierte Marktsegment aus? Bitte differenzieren Sie hier nach In- und Ausland und eventuell nach Kundengruppen. An welche Zielkundengruppen richten Sie sich und welche Anforderungen bestehen in diesen Zielgruppen? Wie hoch ist das kurz- und langfristige Umsatzpotenzial einzelner Kunden? Geben Sie konkrete Beispiele an. Unter welchen Annahmen lässt sich dies verallgemeinern? Wer ist bei Ihren Kunden kaufentscheidend und wie sieht ein typischer Entscheidungsprozess aus? Welche Bedeutung haben neben dem Produktverkauf der Service, Wartung, Beratung oder Ersatzteilverkauf?

Wettbewerb
Welche Wettbewerber bieten vergleichbare Produkte und Dienstleistungen an? Welche Marktanteile halten diese, mit welcher Wachstumsrate entwickeln sie sich und welche Ergebnisse erzielen Ihre Wettbewerber? Welche Vertriebskanäle nutzen Ihre Mitbewerber? Schildern Sie anhand eines Stärken- und Schwächenprofils die Wettbewerbsvorteile Ihres Produktes und Unternehmens im Vergleich zum Wettbewerb (insbesondere bei Entwicklung, Produktangebot, Vertrieb, Marketing, Standort). Wie stabil ist Ihr Wettbewerbsvorteil und wie wollen Sie diesen halten und ausbauen?

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 2-4 Seiten

6. Absatz / Vertrieb (Marketing)

Unternehmensgründer unterschätzen sehr oft die Bedeutung eines Marketingkonzeptes und konzentrieren sich verstärkte auf die Forschung und Entwicklung. Doch für die erfolgreiche Verbreitung des Produktes oder der Dienstleistung ist eine fundierte Absatz- und Vertriebsstrategie entscheidend.

Markteinführung / -penetration
Welche Schritte planen Sie für die Einführung neuer Produkte / Dienstleistungen? Welchen Zeitplan haben Sie dafür vorgesehen? Welche wichtigen Meilensteine sollen erreicht werden?

Wie sieht der typische Verkaufsprozess aus (Zeitdauer, Aufwand, Anforderungen an Vertrieb, etc.)? Welche Vertriebskanäle nutzen Sie zzt. zur Distribution Ihres Produktes (Direktvertrieb, Handel, OEM)? Welche Marktdeckung/welche Zielkundengruppe ist mit welchem Vertriebskanal zu erreichen? Differenzieren Sie nach Kundengruppen? Welchen Umsatzanteil erzielen Sie durch die verschiedenen Distributionskanäle? Welchen Absatz wollen Sie erreichen? Wie machen Sie die Zielkundengruppen auf Ihr Produkt aufmerksam? Wie sieht Ihr Kommunikationskonzept aus und welche Mittel/Maßnahmen setzen Sie dafür ein? Welchen Zeitrahmen haben Sie für die Umsetzung eingeplant und welche Ressourcen sind dafür vorgesehen?

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 2-4 Seiten

7. Planung der nächsten 3-5 Geschäftsjahre

Damit Ihr Geschäftskonzept auf einer soliden finanziellen Basis (Liquidität) steht und darüber hinaus auch für potenzielle Kapitalgeber attraktiv ist (Wertsteigerung), besitzt die Planung der kommenden 3-5 Geschäftsjahre eine wichtige Bedeutung. Die wichtigsten Planungen betreffen: Liquiditätsplanung, Ergebnisplan und Planbilanzen sowie die Er-mittlung des Personal- und Investitionsbedarfs.

Personalplanung
Welchen Personalbedarf erwarten Sie in den einzelnen Bereichen Ihres Unternehmens in den nächsten 3-5 Jahren? Wie hoch werden die Personalkosten (inkl. der Lohnnebenkosten) sein?

Investitionsplanung
Wie sieht der kurzfristige Investitionsplan aus? Welche großen Investitionen werden in den nächsten 3-5 Jahren erforderlich sein (z.B. Gebäude, Maschinen, Fahrzeuge, technische Ausstattung etc.)? Zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang werden diese eintreten?

Liquiditätsplanung
Wie wird sich die Liquidität Ihres Unternehmens in den kommenden 3-5 Jahren entwickeln? Dazu müssen Sie alle Ein- und Auszahlungen eines Jahres erfassen. Sofern in einem Zeitraum die Auszahlungen größer sind als die Einnahmen (und Ihr Unternehmen somit nicht liquide ist), müssen Sie Kapital zuführen. Kalkulieren Sie bei der Liquiditätsplanung auf jeden Fall sowohl eine zeitliche als auch eine finanzielle Reserve ein.

Umsatz-/Rohertrags-/Ergebnisplanung
Wie werden sich die Umsätze, Aufwendungen und Erträge Ihres Unternehmens in den nächsten 3-5 Jahren entwickeln (Gewinn-/Verlustrechnung, Jahresdaten)? Hier ermitteln Sie aus der Differenz aller Erträge und Aufwendungen eines Geschäftsjahres den Jahresüberschuss oder Fehlbetrag. Anhand der Ergebnisse können Sie erkennen, wie viel am Jahresende jeweils übrig bleibt. Beachten Sie dabei jedoch: Wenn Sie ein Produkt im laufenden Jahr verkaufen, die Erträge jedoch erst im Folgejahr erhalten, müssen Sie diese bereits im Jahr des Verkaufs als Gewinn verbuchen. Ebenso verhält es sich mit Aufwendungen: Bestellte Waren oder Dienstleistungen verbuchen Sie im Jahr der Lieferung als Ausgaben.

Planbilanzen
Wie werden sich die Vermögenspositionen Ihres Unternehmens in den nächsten 3-5 Jahren entwickeln und wie sollen sie finanziert werden? Hier stellen Sie Art und Höhe des Vermögens auf der Aktivseite und Herkunft dessen auf der Passivseite gegenüber.

⇒ empfohlener Umfang gesamt: ca. 5 Seiten

8. Chancen und Risiken

Welche grundsätzlichen Risiken (Markt, Wettbewerb, Technologie) bestehen für Ihre Unternehmensentwicklung? Mit welchen Maßnahmen plan Sie, diesen Risiken entgegenzuwirken? Welche zusätzlichen Chancen sehen Sie für Ihr Unternehmen und wie kann Ihnen eine Erhöhung der Kapitalbasis bei der Nutzung dieser Chancen helfen?

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 1-2 Seiten

9. Finanzbedarf / Beteiligung

Aus der Liquiditätsplanung und der Planbilanz erkennen Sie, wieviel Kapital Sie zu welchem Zeitpunkt benötigen. Dieser Kapitalbedarf muss nun im letzten Schritt möglichen Finanzierungsquellen zugeordnet werden.
Ermittlung und Verteilung des Finanzbedarfs, wie hoch ist der sich aus der Planbilanz ergebende Finanzbedarf Ihres Unternehmens, der zur Umsetzung der Unternehmensstrategie notwendig ist? Welche Finanzquellen stehen Ihnen dafür zur Verfügung (heutige und zukünftige Kreditlinien, Eigenkapital, öffentliche Förderprogramme, Bareinlagen, Sacheinlagen, Beteiligungen etc.)? Aus welchen Finanzierungsquellen sollen welche Aufwendungen bezahlt werden (Entwicklungen, Investitionen, Produktion, Lageraufbau, Liquiditätsreserven etc.)?

⇒ empfohlener Umfang gesamt: 1-2 Seiten


10. Anhang

- Tabellarischer Lebenslauf des Gründers bzw. des Management-Teams
- Produktbroschüren, Presseveröffentlichungen (soweit vorhanden)
- Jahresabschluss des vergangenen Geschäftsjahres und aktuelle BWA
- Sonstige Unterlagen, die für das Verständnis der Geschäftsidee relevant sind (Organigramme, Patente/Lizenzen etc.)

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